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Fielmann und seine Erfolgsgeschichte

by neotrix on Feb.23, 2009, under [Fielmann]

Hiermit möchte ich einmal etwas über meinen Arbeitgeber schreiben. Der Mann hat es in seinem Leben zum größten Fachbetrieb in der Augenoptik geschafft, und ich bin ein Teil davon. Leider durfte ich Ihn noch nicht persönlich kennenlernen. Eventuell treffe ich Ihn ja mal in Plön, und darf ein wenig mit ihm schnacken.

fielmGünther Fielmann (* 17. September 1939 in Stafstedt bei Rendsburg, Schleswig-Holstein) machte 1956-1959 seine Lehre, mit Auszeichnung für sein Gesellenstück, als Augenoptiker. Seine Eltern (Dr. Wilhelm -Oberstudiendirektor- und Marie-Luise) schickten ihn auf eine Optiker-Schule um etwas solides zu lernen, da es sein Traum war Fotograf zu werden. 1963-1965 besuchte er die Fachschule für Augenoptik, Abschluß: staatlich geprüfter Augenoptiker und Augenoptikermeister, in Berlin und und hatte eine Tätigkeiten bei Essilor und bei Bausch & Lomb in Rochester/USA. Dann machte sich Günther Fielmann selbstständig mit der Eröffnung seines ersten augenoptischen Fachgeschäfts (fielmann-optic) 21.09.1972 in Cuxhaven, und zwei Jahre später hatte er bereits sieben Geschäfte. Ab 1977 gab Fielmann eine Drei-Jahres-Garantie auf die Qualität seiner Brillen – die Branche staunte. Durch niedrige Preise und aggressives Marketing wuchs das Unternehmen schnell. 1982 wird in Kiel ein Fielmann-Fachgeschäft mit mehr als 7.000 Brillen und einer Hologramm-Dauerausstellung eröffnet und 1986 übernahm er die Ladenkette von Optik-Lühman. Im Februar ’87 führte er die “Brillenversicherung” mit der Volksfürsorge ein. Im Anschluss daran ’88 übernahm er die “Interoptik GmbH & Co. KG, Fürth” und im Aug. 1988 heiratete er die 29 Jahre jüngere Kunst- und Germanistik-Studentin Heike Eggert, die sich als Fotomodell für Brillen in seinem Unternehmen beworben hatte. 1989 wurde sein Sohn Marc David Günther geboren, der einmal in die Fußstapfen seines Vaters treten soll. Marc hat auch noch eine jüngere Schwester, Sophie-Luise wurde 1994 gebohren und ist 15 Jahre alt. Im gleichen Jahr erwarb er mehrere landwirtschaftliche Betriebe und hat diese bis heute. Der Marktanteil der Fielmann-Gruppe wuchs in Deutschland, in 1993, auf 29,5% an. Der Erwerb der Rathenower Optischen Werke (ROW) und deren Brillenfertigung folgte 1994, und auch die Geburt seiner Tochter Sophie-Luise. Der Gang an die Börse und Umwandlung der Holding Fielmann-Verwaltung KG in eine AG, wurde auch ein Thema in dem Jahr. Als dies erfolgte, übernahm er ’95 die “Pro-Optik AG” in Basel und beteiligte sich in Italien, Frankreich, Japan und der Ukraine. Der Erwerb der Domäne Hof Ritzerau folgte 1999 und trat mit der Universität Kiel in Kooperation zur Untersuchung der Auswirkungen bei Umstellung von konventioneller auf ökologischer Landwirtschaft. Zur Jahrtausendwende übernahm er die niederländische Optikerkette “Hofland Optiek B.V.” und “Groeneveld Brillen en Contactlenzen B.B”, trennte sich von seiner Frau und ließ sich scheiden. Seine aktuelle Lebensgefährtin heißt Beate Ludwig, die er auch von der Öffentlichkeit abschottet. Anfang 2002 errichtete er ein Produktions- und Logistikzentrum in Rathenow und kaufte “Schloss Plön” in Schleswig-Holstein als Ausbildungs- und Qualifizierungsstätte. Der erste Herzog von Plön war Joachim Ernst von Schleswig-Holstein-Plön, der schon damals als Hobby Augengläser geschliffen hat. Seit 2004 zahlen die gesetzlichen Krankenkassen keinen zuschuss mehr zu Brillen und Fielmann brachte das Angebot einer neuen Brillenversicherung in Kooperation mit der “Hanse Merkur“. Bis dato wird das Geschäft mit Hörgeräten weiter ausgebaut und im Januar 2009 stieg Fielmann vom SDAX in den MDAX auf. In der Hörakkustik ist auch Fielmann der günstigste Anbieter und der Kunde erhält die Hörgeräte schon kostenfrei.

800px-fielmann-logosvgProf. Dr. h.c. Günther Fielmann ist ein deutscher Unternehmer, Vorstandsvorsitzender und Mehrheitsaktionär (36,8%) der Fielmann AG mit Hauptsitz in Hamburg. Fielmann revolutionierte den Brillenmarkt, indem er 640 modische Modelle der Kassenbrille ohne Zuzahlung (Werbeslogan: Zum Nulltarif) anbot. Durch diese Liberalisierung des Marktes, sowie durch niedrige Preise und aggressives Marketing wuchs sein Unternehmen schnell. Die Fielmann AG deckt als Hersteller, Vermittler und Dienstleister die komplette Wertschöpfungskette der augenoptischen Branche ab. Fielmann pflanzt jährlich in etwa einen Baum pro Mitarbeiter des Unternehmens, bis heute weit mehr als 1.000.000 Bäume und Sträucher. Fielmann engagiert sich medienwirksam im Naturschutz und Umweltschutz, in der Denkmalpflege und im Öko-Landbau. Günther Fielmann macht dies als Bio-Bauer und Öko-Landwirt auf Hof Luetjensee und Hof Ritzerau. Fielmann unterstützt Schulen, Gemeinden, Altenheime und fördert den Breitensport.

brillen__schaf1Wie er im Handelsblatt berichtete war der Erfolg gigantisch. Mittlerweile verkauft Fielmann jede zweite Brille in Deutschland, sein börsennotiertes Unternehmen erreicht einen Milliardenumsatz und er beschäftigt mehr als 12.500 Arbeitnehmer wovon etwa 2200 Auszubildende sind in über 600 Niederlassungen (Deutschland, Österreich, der Schweiz, Polen, Luxemburg und den Niederlanden). Im Ausbildungswettbewerb des Augenoptiker-Handwerks stellte Fielmann 2009 wieder die Bundessieger und 80 Prozent aller Landessieger. Günther Fielmann, Sohn Marc, Heike Fielmann, AKO Capital LLP, Morgan Stanley, die Familienstiftung und Fielmann Interoptik halten zusammen mehr als 70 Prozent der Aktien, der Rest befindet sich im Streubesitz. Auch von den heute etwa 12.500 Beschäftigten sind viele an der Firma beteiligt. Im Jahre 2008 erzielte die Fielmann AG einen Umsatz von über 1 Milliarde Euro. Den Namen Fielmann kennt in Deutschland fast jedes Kind. In den vergangenen Jahren hat Fielmann sein soziales und ökologisches Engagement verstärkt. Mittlerweile bewirtschaftet der gelernte Optiker vier Gutshöfe in Schleswig-Holstein und Mecklenburg- Vorpommern und vermarktet die Bio-Produkte unter dem Markennamen “Gut Lütjensee”. Mit insgesamt 500 Kärntner Brillenschafen hat Fielmann die größte Herde der Welt. Und leider auch fast die letzte. Es gibt nur noch 1200 dieser Tiere auf der Welt. Er bewahrt sie und weitere zehn stark bedrohte Tierarten auf seinem Archehof vor dem Aussterben: Rinder, Schweine, Schafe, Hühner, Puten, Enten und Gänse. “Biokost soll ein Stück Lebensfreude werden – mit der man auch Geld verdienen kann”, sagte Günther Fielmann und schuf sich ein kleines Paradies. Wo das Korn selbst angebaut und daraus Brot gemacht wird – oder Schrot für die Tiere. Wo selbst Masttiere auf Wiesen statt im Stall gehalten werden. Und wo an Wochenenden zahlreiche Hamburger oft Schlange stehen. Der “Hof Lütjensee” ist inzwischen zu einer Marke geworden für Fleisch und Brot aus eigener Herstellung, aber auch für argen- tinische Bioweintrauben, italieni- sche Bionudeln oder Biobier aus der Rhön – alles garantiert aus ökologischem Anbau. Rund 2800 Ökoprodukte aus aller Welt gibt es im Hofladen. “Ich bin ein echter Schleswig-Holsteiner, ein Junge vom Lande”, sagt Fielmann, der aus Stafstedt bei Rendsburg kommt.
Ich habe schon als Kind immer von einem Gut geträumt.” Das Hobby wirft mittlerweile Gewinn ab.

Die Fielmann Philosophie: “Der Kunde bist du.” Wir verstehen Kundenorientierung nicht als Hilfsmittel für Umsatzsteigerungen, sondern als ihre Ursache. Der Kunde ist für uns kein Sparringspartner, aus dem wir möglichst viel herausholen wollen. Im Kunden sehen wir uns selbst. Wir beraten ihn so, wie wir selbst beraten werden möchten. Wir denken langfristig. “Nimm weniger, dann bekommst du mehr”, das ist unsere Maxime. Wir machen niedrige Preise für viele und nicht hohe Preise für wenige.

Fielmann als Produzent: Fielmann kauft bei denselben Herstellern ein, die für bekannte Marken und Couture-Linien produzieren. Mit einem Unterschied: Fielmann bezieht pro Modell häufig erheblich größere Mengen als die bei Optikern so bekannten Marken. Während Fielmann im Jahr mehr als 5 Millionen Brillen in Europa vertreibt, werden von Linien mit wohlklingenden Designernamen oder Markenprints jeweils nur einige hunderttausend Fassungen abgesetzt. Fielmann wurde auch deshalb zu einem der größten Optiker in Europa, weil das Unternehmen topmodische Brillen in hervorragender Qualität zum garantiert günstigen Preis abgibt. Das gilt für unser Eigenprogramm wie für Markenfassungen gleichermaßen. Dafür verbürgen wir uns mit unserem guten Namen und der Geld-zurück-Garantie.

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An seiner Person entzündete sich trotz des großen Unternehmenserfolgs immer auch Kritik. Zeitungsgeschichten über fliegende Schreibmaschinen und knallende Türen bestätigte der energische Unternehmer nicht. Er verweist lieber darauf, dass er schon frühzeitig seine Mitarbeiter am Gewinn beteiligte und sie sich in das Unternehmen einkaufen konnten. “Wer Erfolg hat, darf keinen Beifall erwarten”, sagt Fielmann. “Ich habe gelernt, Angriffe als Zuwendung zu empfinden.”

Panorama - Blick auf Schloss Plön

Panorama - Blick auf Schloss Plön

Panorama - Blick vom Schloss auf den Plöner See

Panorama - Blick vom Schloss auf den Plöner See

Sein 1989 gebohrener Sohn Marc David Günther (Fielmann Mitaktionär 7,73%) wohnt in Hamburg und studiert in London an der “London School of Economics“. Er fotografiert gerne mit seinen Digitalkameras von Nikon & Canon alles was ihm vor die Linse kommt und präsentiert diese auf seiner Webseite. Besonders gerne Landschaften, Urlaubsorte und Freunde. Er liest und verreist sehr gerne. Seine Freundin heißt Sandra.

Links
Fielmann AG
Fielmann-Akademie auf Schloss Plön

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4 Comments for this entry

  • @Neotrix

    Schon genial was der Kerl bislang geschafft hat. http://tinyurl.com/bjdqz5

  • Schnappi

    Durch Zufall hierher gefunden und direkt so einen coolen Beitrag gelesen. Herr Fielmann ist auch für mich einer der interessantesten Unternehmer Deutschlands. Besonders nett, da er sich auch gar nicht so in den Vordergrund drängt.

  • schnuppe

    Ich habe doch mal verglichen und mir erscheinen die Brillen von Fielmann nicht so günstig wie in der Werbung so schön angepriesen.
    Die Werbestrategie, geringere Personalkosten…. hat dem Unternehmen wohl Erfolg beschert. Da gibt es auch Angestellte die verdienen weit weniger Lohn als die Belegschaft. Wie kommt denn das?
    Trotzdem gute und interessante Seite.

  • S. Zahn

    Toller Beitrag, ich denke einen Menschen wie Hr. Fielmann und dessen Leistung kann man getrost als Vorbild nehmen.

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