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Dass das Surfen bei der Bahn ein Umstand ist, der nicht gern gesehen wird, ist ja schon länger hinreichend bekannt. Spätestens seit sich Mitte der 90er Jahre vermehrt Jugendliche an S Bahnen „rangehängt“ haben, um sich mit ihren waghalsigen Mutproben die nötige Dosis an Adrenalinkick zu verschaffen.

Das Surfen jedoch jetzt auch innerhalb des Zuges tabu sein soll, mag für viele neu erscheinen.
Denn die Bahn setzt seit neustem auf ein Notebook-Verbot in Fernzügen.

Kein generelles Notebook-Verbot

Wer nun also am Münchner Hauptbahnhof in einen ICE einsteigt, sich seinen Weg durch Klasse 1 und 2 bahnt.
Der wird feststellen, dass nach wie vor Männer und Frauen im geschniegelten Anzug und mit schlecht sitzender Krawatte hastig auf Ihrem Laptop herumtippen, um die karrieretechnisch überlebenswichtige Präsentation für Ihren Chef noch fertig zu kriegen.
Keine Spur also von Laptop Verbot?

Nun ja, nicht ganz.
Denn das Laptop-Verbot der Bahn bezieht sich lediglich auf das Bord-Bistro.

Notebook-Verbot als Reaktion auf Kundenkritik

Wenn Sie Ihren Laptop aus Wut über das scheinbar sinnfreie Verbot der Deutschen Bahn also noch nicht voreilig aus dem Fenster geworfen haben, dann dürfen Sie ihn getrost in den Zug mitnehmen.
Nur ins Bord-Bistro sollten sie ihn nicht mitschleifen, geschweige denn benutzen. Die Bahn reagiert mit dem Verbot nur auf Beschwerden von Reisenden über die Laptop-Nutzung im Bord-Restaurant.

Es mag das erste Mal sein. Wenn man sich ins Gedächtnis ruft, dass die Bahn schon Kinder wegen angeblich nicht gültiger Fahrkarten bei eisiger Kälte aus dem Zug geschmissen hat und etliche Reisende wegen fehlender Klimatisierung im Sommer den Hitzetod erleiden mussten.
Aber das Verbot hat durchaus seinen Sinn – Die Tippgeräusche soll(t)en nun mal beim Speisen im Bord-Restaurant niemanden stören.