Notebooks halten eine Menge aus. Mit einigen kleinen Tricks kann man dafür sorgen, dass sie noch deutlich länger durchhalten.

Sauberkeit ist oberstes Gebot. Das klingt spießig, hat aber rein technische Gründe. Jeder Rechner braucht eine gute Lüftung, da die Bauteile während des Betriebs permanent gekühlt werden müssen.Für Notebooks ist das aufgrund der engen Innenmaße sogar von ganz besonderer Bedeutung.

Die kalte Luft wird durch einen kleinen Ventilator angesaugt, an Kühlblechen entlanggeführt und durch Abluftgitter wieder nach außen geblasen. Ist dieser Luftstrom durch Fussel und Staubflocken behindert, so wird sich der Lüfter immer häufiger und intensiver einschalten. Das Gerät arbeitet langsamer und wird lauter; bei starker Verschmutzung kann es zur Überhitzung kommen. Eine regelmäßige Reinigung aller Lüftungsschächte mit dem Staubsauger (auf niedriger Saugstufe) kann vorbeugen.

Viele Geräte saugen die Kaltluft am Boden an und transportieren die warme Abluft über Seitenschlitze nach außen. Sie brauchen den schmalen Raum zwischen Gehäuseunterseite und Tischplatte dringend für ihre Luftzirkulation. Aus diesem Grund gehören laufende Notebooks weder auf flauschige Tischtücher, noch auf Badehandtücher oder Sofas und schon gar nicht auf Bettdecken. Solche Standorte blockieren nicht nur die Kühlung, sie sind auch wahre Staubfänger.

Bei der Inspektion der Geräteunterseite sollte man deshalb auch auf die vier Standfüße achten. Sie sorgen für die notwendige Distanz zur Schreibtischplatte. Fehlende Füßchen sollten umgehend ersetzt werden.

Für die Reinigung des Bildschirms eignen sich spezielle Mikrofasertücher, die im Fotozubehörhandel für das Säubern von Objektivgläsern angeboten werden.

Viele Nutzer verwenden ihr Notebook fast ausschließlich an der Steckdose. Um den Akku zu schonen, kann man ihn getrennt lagern. Experten empfehlen dafür einen Ladezustand von etwa 60 Prozent. Achtung: Bei vielen Geräten sitzt einer der vier Standfüße am Akkugehäuse. Wird dieser entnommen, so kippelt das Notebook, weil es jetzt nur noch auf drei „Beinen“ steht. Durch das Gewicht der aufliegenden Hände kann es – besonders bei flachen Geräten – zu einer leichten Gehäusedurchbiegung kommen, die sich bis auf das Motherboard überträgt. Um das zu vermeiden, kann anstelle des fehlenden Standfußes ein kleines Gummiklötzchen unter die Gerätekante geschoben werden.

Wir der Akku unterwegs benutzt, so sollte er gelegentlich auch einmal über die gesamte Leistungsbreite – von ganz voll bis ganz leer – beansprucht werden. Andernfalls kann es zum so genannten Memory-Effekt kommen, der dazu führt, dass Akkus, die häufig bereits vor völliger Entleerung wieder aufgeladen wurden, sich schließlich „angewöhnen“, nur noch dieses eingeschränkte Leistungsspektrum bereitzustellen und vorzeitig nach neuer Ladung zu „rufen“.

Ist dieser Zustand bereits eingetreten, so hilft bei manchen Notebooks ein kleiner Trick: Ist das Gerät im ausgeschalteten Zustand über eine zusätzliche Frontbedienung als Audio-CD-Player nutzbar, so kann man diese Funktion wiederholt nutzen, bis der Akku wirklich voll entladen ist. Dabei tritt das im Computerbetrieb übliche Energiemanagement nämlich nicht in Kraft und oft „lernt“ der Akku auf diese Weise, seine eigentlichen Kapazitätsgrenzen wieder voll auszuschöpfen.