Quelle: Greenpeace

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat eine neue Ausgabe des Öko-Rankings für IT-Produkte veröffentlicht. Die 17. Ausgabe des Ratgebers „Grüne Elektronik“ hat sich HP an die Spitze der bewerteten Unternehmen gesetzt. Dell und Apple verbesserten sich ebenfalls.
Blackberry-Hersteller RIM wurde in dieser Ausgabe das erste mal unter die Lupe genommen und landete gleich auf dem letzten Platz (1,6/10). Laut Greenpeace hat RIM keine Zielsetzung was die Reduktion von Treibhausgasen angeht und in allen Produkten des Unternehmens seien gefährliche Chemikalien zu finden. Fast wie ein Tropfen auf den heißen Stein, wirkt sich das Engagement aus, Papier aus illegaler Waldzerstörung und Zulieferer von Talan aus Kriegsgebieten zu vermeiden.

Apple hat sich deutlich verbessert und liegt nun mit 4,6/10 Punkten auf dem vierten Platz. Das Unternehmen wird insbesondere für seine Produktpalette gelobt, da sie als einzige vollständig frei von PVC und BFR (bromierten Flammschutzmitteln) ist. Auch wenn Apple keine nennenswerten Mühen auf Einsparungen von Treibhausgasen zeigt, erreicht Apple eine hohe Recycling-Rate.

Der in der letzten Bewertung zehntplazierte Hersteller Dell, katapultierte sich auf Platz 2. Ob das ausschlaggebende Kriterium dafür, bis 2020 40% der CO2-Emissionen an Produktionsstandorten zu reduzieren, realistisch ist, wird die Zukunft zeigen. Neben Energieeffizienz und Recycling der Produkte sollte Dell auf Chemikalien wie Weichmacher, Antimonoxid oder Berylliumchlorid verzichten um noch eine Schippe nachzulegen.

Platz 1 belegte HP mit 5,9/10 Punkten und überholte damit Nokia. Greenpeace sieht bei HP die effektivste Reduzierung von Treibhausgasen und wie bei Dell schlägt die Vermeidung von Papier aus Urwaldzerstörungsgebieten positiv zu Buche. HP und Dell sind derzeit leider die einzigen Unternehmen der Branche, die dieses konsequent umsetzen.

Der Ratgeber ist jedoch keine allesumfassende Ökobilanz, da die Angaben der Hersteller freiwillig sind und auch Zukunftspläne berücksichtigt werden.