Wenn etwas langsam altert und reift, so sagt man, es sei in die Jahre gekommen. Dem iPhone kann das nicht passieren, denn so viel Zeit lässt man ihm nicht. Es kann bestenfalls in die Monate kommen, denn, kaum ist der erste Hype vorbei, da ist schon wieder ein neues Modell am Start. Was wurde nicht alles unternommen, eines zu ergattern, als das erste iPhone auf den Markt kam! Jetzt sind wir schon bei der vierten Generation und die fünfte steht unmittelbar bevor. Zwar hat Apple noch keine offizielle Produktvorstellung durchgeführt. Doch Fachleute sind sich sicher, es kann nicht mehr lange dauern.

 

Ein deutliches Indiz: Die Deutsche Telekom nimmt bereits Reservierungen entgegen. Ja, gibt es denn überhaupt noch Menschen, die keines haben? Bei den bisherigen Generationen war stets ein Ansturm zu verzeichnen gewesen, der für viele Kunden zu Wartezeiten führte, weil so viele Geräte in so kurzer Zeit kaum lieferbar waren. Wer jetzt schon frühzeitig reserviert, soll sich damit einen der vordersten Plätze sichern können und zu den Glücklichen gehören, die den begehrten Karton als erste an die Brust drücken. Wer bei der Telekom einen Vertrag abschließt oder verlängert, sollte ausdrücklich darauf hinweisen, dass er auf das neue Modell warten möchte.

 

Eines muss man den iPhones jedenfalls lassen: So jung sie sind, gelten sie bereits als „Urväter“ des Smartphones schlechthin. Kann das Neue wieder etwas Ungeahntes, das unser Leben entscheidend verbessert? Bislang konnten neue Modelle stets mit kleinen Gimmicks, wie beispielsweise einem Kompass, überraschen. Wenn ich einen Wunsch äußern darf: Diesmal wäre es vielleicht praktisch, wenn an der Kante noch ein kleiner Rasierer eingebaut wäre, für die schnelle Rasur unterwegs. Nett wäre auch eine integrierte Solarzelle, die den Akku in der Sonne wieder lädt, damit er nicht so schnell leer ist…

 

Auch die Telekom weiß, trotz Reservierung, nichts Genaues. Weder Preis, noch Leistungsumfang stehen fest. Nicht einmal auf die Bezeichnung „iPhone 5“ möchte man sich bindend festlegen. Gerüchte wollen wissen, dass der Prozessor dem des neuen iPad gleichen wird. Auch von einer leistungsfähigeren Kamera mit höherer Auflösung ist die Rede. Befeuert wird die Gerüchteküche – nicht zum ersten Mal – von einem angeblich verloren gegangenen Prototypen. Sind Apple-Entwickler wirklich so schludrig, dass sie immer mal wieder „Erlkönige“ im Bus oder in der Kneipe liegen lassen? Angesichts des daraus jeweils entstehenden Medienrummels ist so ein liegengelassener Prototyp offenbar werbewirksamer, als jede konventionelle Werbemaßnahme. Auch das iPhone 4 war Wochen vor seinem offiziellen Erscheinen in einem Biergarten „verloren“ gegangen.  Vielleicht sind die vermeintlichen „Schussel“ nicht etwa unachtsam, sondern äußerst helle und berechnend. Noch mysteriöser wird die Geschichte dadurch, dass offenbar nicht die Polizei, sondern Apple-Sicherheitsleute nach dem fehlenden Gerät auf die Suche gegangen sein sollen.

 

Als möglicher Verkaufsstart des iPhone 5 wird vielfach der Oktober vermutet. Fragt sich außerdem, wo es dann losgeht. Das Produkt exakt zeitgleich auf allen wichtigen Weltmärkten einzuführen, dürfte selbst die besten Logistiker überfordern.