Es gibt wohl kaum eine Steckdose, die eine so stürmische Karriere gemacht hat. USB ist ihr Kürzel. Und die meisten Notebooks haben nicht nur einen, sondern gleich mehrere Anschlüsse dieser Art. Das liegt an der Vielseitigkeit. Per USB läßt sich fast alles anschließen, angefangen von der Maus über den Drucker, den Scanner, die Kamera, externe Festplatten, Speichersticks, Kartenleser, Surfsticks zum mobil online gehen und vieles, vieles mehr. Viele Geräte werden per USB sogar mit dem erforderlichen Betriebsstrom versorgt.

Kein Wunder, dass der USB Anschluß zu den wichtigsten Ausstattungsmerkmalen im EDV-Sektor geworden ist. Und sogar darüber hinaus. Auch an modernen Flachbildfernsehern findet man bei genauem Hinschauen oft an der Seite den unscheinbaren schmalen Schlitz. So kann man beispielsweise einen USB-Stick mit Fotos hineinstecken, um die Urlaubsbilder auf dem großen Bildschirm bewundern zu können. Ganz wie einst, als die Familie vor der Leinwand versammelt wurde, um brav Vatis geknipste Dias zu betrachten. Sogar manche Autoradios verfügen über einen USB Eingang. Stick hineingesteckt und schon kann man die daheim gesicherten Hits im MP3-Format bei der Fahrt hören.

USB ist also ein wirklicher Alleskönner. Und so erklärt sich auch das „U“ in der  Buchstabenkombination. USB steht für „Universal Serial Bus“. Das bedeutet soviel wie: Universeller Verbindungsweg zur seriellen Datenübermittlung. Bei einer seriellen Übertragung bleibt die Reihenfolge der Daten bei der Übermittlung unverändert. Der Empfänger erhält also genau das Ergebnis, das der Sender auf die Reise geschickt hat.

Es gibt zahlreiche Peripheriegeräte, die eine USB Verbindung nutzen, so dass bei manchem die Zahl der verfügbaren Steckplätze knapp wird. Kein Grund zur Besorgnis, denn es gibt praktische kleine Verteiler, oft als USB-Hub bezeichnet. Die funktionieren wie Mehrfachsteckdosen im Haushalt. Ein einzelner USB Anschluß ist nämlich durchaus in der Lage, mehrere angeschlossene Geräte gleichzeitig zu managen. USB-Stecker erkennt man an einem international genormten Symbol: Es zeigt drei Linien, die von einem gemeinsamen Punkt  ausgehen und deren Enden eine Kugel, eine Pfeilspitze und ein Viereck bilden.

Wenngleich die Anschlüsse stets identisch aussehen, gibt es verschiedene USB Arten. Sie variieren in der Geschwindigkeit der Datenübertragung. Die einfachste Version wird als USB 1.0 bzw. 1.1 bezeichnet. Deutlich schneller ist USB 2.0, das sich heute zum allgemeinen Standard entwickelt hat. Doch das ist noch nicht die Spitze des Machbaren. Seit kurzem ist die noch schnellere Version, USB 3.0, am Start. Im Vergleich zu USB 2.0 ermöglicht USB 3.0 eine nochmals bis zu zehn mal schnellere Datenübertragung.

Das gute an USB 3.0: Es ist abwärts kompatibel. Das bedeutet in der Praxis, USB 3.0 zertifizierte Endgeräte können problemlos an USB 2.0 Anschlüssen betrieben werden. Bisherige USB 2.0 Peripheriegeräte können weiterhin an USB 3.0 Anschlüssen verwendet werden. Man kann also ohne Bedenken Geräte mit der neuen Spezifikation hinzukaufen, alles läßt sich untereinander kombinieren. So werden beispielsweise schon die ersten USB 3.0 Speichersticks auf dem Markt angeboten. Ihren Geschwindigkeitsvorsprung können sie natürlich erst dann voll ausspielen, wenn beide Seiten der Verbindung auf USB 3.0 ausgelegt sind. Auch sind bereits die ersten Notebooks auf dem Markt, die über eine USB 3.0 Schnittstelle verfügen. So zum Beispiel das Sony Vaio.