Apple eröffnet demnächst am Hamburger Jungfernstieg einen neuen Store. Mit dem Umbau hat man sich offenbar viel Mühe gegeben. Schon am 10. März berichteten wir darüber. Bislang hatte man die Baustelle hinter einer schlichten schwarzen Abdeckung verborgen. Dass der Bauherr Apple ist, war erst nach und nach bekannt geworden. Zwischenzeitlich hatten Spaßvögel sogar eines Morgens ein Windows-Logo an der Fassade angebracht.

 

Jetzt ist der schwarze „Vorhang“ gefallen. Es wird also ernst. Und nun gibt Apple sich auch zu erkennen. Die Fenster sind zwar noch mit knallroter Folie verkleidet, doch über dem Eingang prangt bereits unübersehbar das Logo und die Aufschrift „Apple Store Jungfernstieg“ läßt keinen Zweifel darüber, wer hier demnächst die Türen öffnet. In großen weißen Buchstaben steht „Moin, Moin“ auf der roten Folien-Abdeckung, die i-Tüpfelchen bilden dabei kleine Apple-Logos.

 

Im übrigen kann man bereits erkennen, dass die klassischen kanellierten Pfeiler in der Frontfassade zum Jungfernstieg erhalten geblieben sind. An der gewohnten Optik von Hamburgs wohl berühmtester Einkaufsstraße wird sich also nicht allzu viel ändern. Noch im September, so munkelt man, soll Eröffnung sein. Wann genau, bleibt einstweilen  geheimnisumwittert. Das gehört zum Apple-Kult, der auch bei solchen Gelegenheiten stets sorgsam gepflegt wird. Gerüchte wollen wissen, dass sich Samstag, der 10. September gut eigenen würde. Wahre Fans werden es sich nicht entgehen lassen, zu den Ersten zu gehören, die voller Begeisterung in die neuen Räume stürmen. Neu ist eben neu, auch wenn im Poppenbütteler Einkaufszentrum bereits ein sehr schicker Apple-Store vorhanden ist. Es wird vermutet, dass im Innern zwei Geschosse durch eine Glaswendeltreppe verbunden sind. Ein typisches Gestaltungsmerkmal, dass schon aus anderen Apple-Stores bekannt ist.

Bilder bereitgestellt von fototechnik.com

Hamburg wird damit die erste deutsche Stadt mit zwei Apple-Stores sein. Weitere Stores gibt es bereits in München, Dresden, Frankfurt und Oberhausen. In Augsburg und in Sulzbach sind zwei weitere Läden in Planung. Schade, dass Steve Jobs unlängst als Vorstandsvorsitzender zurückgetreten ist. Sonst könnte man zumindest darauf hoffen, ihn bei so einer Gelegenheit mal live zu erleben. Viele Fans sind deswegen traurig, denn sie mögen ihn und verstanden ihn stets als Urvater der Visionen, die in den letzten Jahren bei Apple Wirklichkeit geworden sind.

 

Das herzhafte „Moin, moin!“ ist eigentlich ein typischer Gruß aus dem Flensburger Raum und auch Teilen Süddänemarks gebräuchlich. Dort ist nämlich immer „Moin“, ganz gleich, ob morgens, mittags, abends oder mitten in der Nacht. Das „Moin“ nach Hamburg zu importieren, scheint derzeit unter Werbe-Kreativen sehr angesagt zu sein. Am 25.8., also gerade mal vor einer Woche eröffnete das neue Höffner-Möbelhaus in Eidelstedt. Auch dort prangt übrigens das Logo in weiß auf rotem Untergrund. Zu diesem Anlaß gibt es einiges zu gewinnen, unter anderem ein Mini Cabrio. Für den, der beim Gewinnspiel die richtige Lösung weiß. Gefragt wird danach, womit das neue Haus die Kunden begrüßt. Die richtige Antwort lautet nicht etwa „Tach, Tach“, sondern, wir dürfen das hier einfach mal verraten, da es sowieso unübersehbar ist: „Moin, Moin“. Wer schnell ist, kann noch mitmachen. So viel zum Thema „Kreativität von Werbetreibenden“.