Was ist 4G/Long Term Evolution (LTE)

LTE (Long Term Evolution) ist der neueste Mobilfunkstandard und somit ein Nachfolger der UMTS Technik. Im Gegensatz zur herkömmlichen Nutzung des Internets durch ein Handy oder Notebook, bei der in den meisten Gebieten lediglich GPRS empfangen werden konnte und somit zum Versenden von Nachrichten geeignet gewesen ist, ermöglicht die LTE-Technologie, welche auch 4G genannt wird, ein schnelleres und stabiles Internet, bei der Programme oder Videos sekundenschnell heruntergeladen werden können.

Vorteile dieser Technologie:
Zurzeit erreicht man mit UMTS und HSDPA eine Höchstgeschwindigkeit von 7,2 Mbit/s, wobei diese deutlich niedriger liegen kann, wenn mehrere Nutzer in einer Funkzelle aktiv sind. Im Vergleich dazu liegt die DSL-Verbindung, die von den meisten Haushalten genutzt wird, bei ca. 40 Mbit/s. Um der immer stärker anwachsenden Zahl von Mobilfunknutzern eine schnelle sowie auch zuverlässige Verbindung liefern zu können, hat man die 4G-Technologie auf den Markt gebracht. Hier kann sogar eine Geschwindigkeit von bis zu 300 Mbit/s und eine Normalgeschwindigkeit von 100 Mbit/s erreicht werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Funkzellen der neuen Technologie weitaus resistenter gegen eine hohe Zahl an Nutzern sind. Eingesetzt wird LTE bereits schon in vielen Großstädten, wie zum Beispiel Berlin, München oder Stockholm. 2011 wird die Technologie noch viel intensiver verbreitet, sodass diese vor allem in dicht bevölkerten Gebieten verfügbar sein wird. Ferner ermöglicht die 4G Technologie, dass man permanent mit dem Internet verbunden ist. Dies kann genutzt werden um beispielsweise ohne Unterbrechungen von jedem beliebigen Ort aus Videotelefonie zu betreiben. Dann müssen keine hohen Kosten für das Führen von Gesprächen oder das Versenden von Kurznachrichten gezahlt werden, da dies auch über das Internet möglich gemacht wird. So kann man beispielsweise mithilfe von Skype, abgesehen von den Gebühren für die Datenübertragung, ein kostenloses Gespräch sogar mit Videoübertragung durchführen.

Frequenz:
Im Jahr 2010 wurden von der Bundesnetzagentur die Frequenzen in den Bereichen 800 MHz, 1,8 GHz, 2GHz sowie auch 2,6 GHz an die Mobilfunkbetreiber LTE versteigert, welche herkömmlich von der Bundeswehr oder für das Betreiben von UMTS genutzt worden sind. Umstritten war die Vergabe der Frequenz 800 MHz, da diese immer noch für die Fernsehübertragung genutzt wird, sodass sich dabei Komplikationen ergeben könnten.