Sie sind praktisch, sie haben ordentlich Rechenleistung, sie können uns immer begleiten und sind zu unverzichtbaren Alternativen zum heimischen PC geworden. Ob für Geschäftsleute, Studenten oder Kreative, das Notebook ist unverzichtbar im Alltag all derer, die viel unterwegs sind und die Zeit zum Arbeiten nutzen möchten. Nicht selten haben die Notebook-Eigentümer ihr ganzes digitales Leben in ihrer Tasche, von Fotos über Dokumente bis hin zu Doktorarbeiten. Doch wenn das System abstürzt oder ein Unfall passiert, was dann?

Wenn nichts mehr geht
Auch wenn das Notebook sich nicht mehr starten lässt oder nicht mehr reagiert, wertvoller als die Technik ist ja oft der Inhalt. Wichtige Daten sollte man unbedingt doppelt (am besten dreifach) absichern und besonders Wichtiges auf einem Server lagern, doch ein jeder hat wohl Daten auf der Festplatte, die unersetzlich und einzigartig sind. Das können Fotos der Kinder sein oder die aktuelle Kopie der Doktorarbeit – bei Verlust der Datensätze, ist ein Schaden beinahe nicht wieder gut zu machen.

Sollte also die Software eines Tages überhaupt nicht mehr reagieren oder ein Virus den Rechner komplett lahmgelegt haben, so bleibt oftmals Formatieren die letzte Alternative. Und ist die Festplatte erst einmal leer, so scheinen alle Daten verloren. Doch das stimmt nur bedingt. Was es für Speicherkarten von Kameras schon etwas länger gibt, lässt sich auch am PC immer besser durchführen. So ist es durchaus möglich mithilfe von spezieller File Recovery einzelne Daten retten zu lassen. Zwar lassen sich Daten auch nach mehrmaligem Überschreiben von Spezialisten rekonstruieren, doch der Einfachheit halber sollte man erst versuchen, wichtige Daten wiederherzustellen, ehe man die Festplatte komplett neu beschreibt.

Was zu retten ist
Zu den mechanischen Festplatten, die in den meisten Notebooks verbaut sind, gibt es Alternativen. SSD Festplatten sind um einiges stabiler, langlebiger und sogar schneller. Allerdings muss man in Bezug auf Datenvolumen und den hohen Preis Abstriche machen. Auch sind die tragbaren Computer in den letzten Jahren durch bessere Verarbeitung stabiler geworden und weisen weniger Bruchstellen auf, doch abgesehen von Toughbooks, die speziell auf Stürze und Tauchgänge ausgerichtet sind, hat die Haltbarkeit eines Notebooks im Schadensfall eng gesetzte Grenzen – ganz gleich, ob Sturz vom Balkon, Autounfall oder umgekippter Kaffee. Doch auch mit beschädigter Festplatte lassen sich oft mithilfe von spezieller File Recovery einzelne Daten retten.

Die letzte Linie

Gegen den absoluten Datenverlust gibt es spezielle Software, die helfen kann, Verlorenes wiederherzustellen. Doch dies sollte nur der Fallschirm im Notfall sein. Um Frust und Verlust am besten vorzubeugen helfen nur regelmäßige Back Ups aller seiner Daten, am besten auf getrennten Festplatten und bei besonders wichtigen Daten auch physisch getrennt. Denn was man auf einem Back Up Laufwerk hat, kann man auch einmal verlieren.