Innerhalb weniger Jahre ist es zum festen Bestandteil unseres Lebens geworden. Viele nutzen es täglich, manche beruflich, andere privat. Und würde es nicht existieren, so könnten Sie diesen Beitrag nicht lesen: Das Internet. Doch kaum jemand weiß, wie es entstanden ist.

 

Seit 1957 der erste Sputnik Satellit ins All gestartet war, wetteiferten Russen und Amerikaner um die Führung im Weltraum. Jeder wollte Erster sein, als es darum ging, Menschen sicher in die Erdumlaufbahn zu befördern und wieder auf der Erde landen zu lassen, den Mond zu umkreisen und schließlich darauf zu landen, was den Amerikanern 1969 dann auch gelang.

 

Das Internet entstand durch die Vernetzung von U.S.-Forschern, die während des Kalten Krieges an Weltraumprojekten forschten. Dazu mussten Spezialisten verschiedenster Fachrichtungen miteinander koordiniert werden, um Aufgaben und Ergebnisse untereinander in einem wissenschaftlichen Netzwerk austauschen zu können. Das „Advanced Research Project Agency Network“, kurz ARPA, brauchte ein internes Kommunikationssystem und das erhielt den Namen ARPANET. Später wurde die zivile Weltraumforschung in die NASA ausgegliedert, das Netzwerk wurde als Internet bezeichnet.

 

Am 29. Oktober 1969 stürzte an der University of California in Los Angeles der Computer eines wissenschaftlichen Mitarbeiters erst einmal ab, als er versuchte, sich mit einem Rechner an der Stanford University zu verbinden. Beide Universitäten sind etwa 500 Kilometer voneinander entfernt. Man hatte telefonisch eine Verbindung mit dem Stanford Research Institute hergestellt und versuchte nun, per Modem eine einfache Buchstabenfolge zu übermitteln. Doch schließlich klappte die Verbindung. Dieser Tag gilt seither als Geburtstag des Internets. 2009 ist das Internet demnach bereits 40 Jahre alt geworden.

 

Kaum zu glauben. Denn der Zugang für Jedermann und die allgemeine Popularität setzten erst in den Neunziger Jahren ein. 1971 hatte das System die amerikanischen Universitäten bereits so gut miteinander vernetzt, dass ein zuverlässiger E-Mail-Verkehr untereinander möglich wurde. Aber es sollte noch rund zwanzig Jahre dauern, bis das akademische Netzwerk sich zu einem Medium für alle entwickelte.

 

Erst 1989 wurde beim Europäischen Kernforschungszentrum in Genf das World Wide Web entwickelt. Diese Art des Netzwerkaufbaus, wie wir sie heute noch verwenden, ermöglichte es, von jedem Ort der Welt über eine eindeutig zugeordnete Adresse, jede beliebige Seite aufzurufen und per Link zu anderen zu verbinden. Ein riesiger Wust an Informationen erhielt durch die unverwechselbaren Domains, das sind die www-Adressen, eine übersichtliche Struktur.

 

Seither ist vieles verbessert worden, damit sich Nutzer besser und komfortabler im Netz zurechtfinden. Browser, die immer weiter entwickelt wurden, machen das Surfen im Web heute zu einem intuitiven Erlebnis, viele nutzen das Internet schon unterwegs auf mobilen Geräten. Und musste man früher stets eine Weile warten, bis sich Inhalte auf dem Bildschirm nach und nach aufgebaut hatten, funktioniert heute fast alles blitzschnell.