Neben dem Rechtsstreit mit Samsung haben Apples Anwälte nun auch andernorts viel zu tun, denn nun wird
dem Technologie-Giganten Wettbewerbsverfälschung vorgeworfen. Neben Apple sind fünf E-Book Verlage Ziel einer
kartellrechtlichen Untersuchung, zu den Vorwürfen zählen Preisabsprachen zwischen Verlagen und Publishern in 13 Ländern.

Ziel der etwaigen Absprachen war der E-book Markt nicht-englischer Bücher.
Joaquin Almunia, EU-Kommissar für Wettbewerb, wies auf künstliche Beschränkungen hin die dem Markt von
einigen Konzernen auferlegt würden – der Seitenhieb auf Apple ist dabei offensichtlich. Der Konzern hat in der
Vergangenheit aktiv an der Umgestaltung der Buchbranche mitgewirkt, durch Deals mit den größten Verlagen befindet er sich strategisch in einer günstigen Position.

Die Untersuchung wird sich darauf konzentrieren, in welchem Umfang Apple in Verbindung mit den Verlagsgruppen
einen schädigenden Einfluss auf den Wettbewerb nahm. Nach der Umstrukturierung des Marktes mit Apple als treibender Kraft haben sich andere Händler schnell auf ein neues Modell eingestellt – Das sogenannte „agency model“. Dadurch bleibt die Kontrolle des Verkaufspreises bei den Verlagen, Einzelhändler erhalten eine Provision von 30%.