Vergangenen Donnerstag wurde das nächste Smartphone-Flaggschiff von Samsung präsentiert: das Galaxy S4. Die Veranstaltung erregte bereits im Vorfeld eine weltweite Aufregung, die man so eigentlich nur von Apples Keynote-Events gewohnt ist. Das ist erfreulich, denn durch die größere Konkurrenz, die sich hier schlicht durch das gesteigerte Interesse widerspiegelt, wird Apple zu Antworten gedrängt. Eine dieser Antworten erfolgte am Wochenende – allerdings nicht in Form eines neuen Hardware-Produkts.

Die Präsentation des Samsung Galaxy S4 konnte letztendlich zwar nicht die Ansprüche nach etwas Revolutionärem befriedigen, doch die Fachleute und eingeschweißten Anhänger sind sich trotzdem einig: das Galaxy S4 ist ein gutes Smartphone. Jedoch hat das Spektakel dem südkoreanischen Unternehmen bisher geschadet dem kalifornischen Unternehmen bisher genutzt. Die Erwartungen an Samsungs Smartphone waren einfach zu hoch. So stieg Apples Börsenwert folglich am Freitag, dem Tag nach der Präsentation, um 2,58 Prozent auf einen Wert von insgesamt 443,66 US-Dollar. Wenn das keine geeignete Situation für eine Antwort ist, welche ist es dann?

Das hat man sich wohl auch bei Apple gefragt. Wohl deshalb ist seit Samstag auf Apples Website Folgendes zu lesen:

"There’s iPhone. And then there’s everything else."

So steht es auf Apples Website: „Es gibt das iPhone. Und dann gibt es alles andere.“

 

„Alles andere“ („everything else“) ist natürlich eine weitläufige Kategorisierung. Doch genau das ist der Grund dahinter: Den Hype um das Galaxy S4 will man seitens Apple abschwächen, weil Samsungs Smartphone einfach nur indirekt unter „alles andere“ erwähnt wird. „Alles andere“ könnte genauso gut Telefonzellen, Morseapparate und Staubsauger meinen. Nur weiß jeder – gerade aufgrund der vorangegangenen Erwartungen – dass hier vor allem auf das Galaxy S4 abgezielt wurde. Und die vielen Unzufriedenen sollen es mithilfe des Spruches einfacher haben, Apple wieder als unanfechtbare Nummer 1 im Smartphone-Sektor anzusehen.

Mal sehen, was daraus noch wird. Vielleicht ja eine großangelegte Kampagne? Zumindest sieht es so aus, als wenn sich Apple inzwischen (noch) stärker um die Konkurrenz kümmert. Das sollte dem nächsten, spätestens dem übernächsten, iPhone zugute kommen.