norwegen142_v-galleryDer Vorhang ist beim 54. Eurovision Song Contest in Moskau gefallen!
Der diesjährige Favorit hat gewonnen. Für den lange hoch gehandelten Norweger Alexander Rybak zeichnete sich extrem schnell ein Sieg ab. Und tatsächlich: Er gewann das romantisch-schmissige „Fairytale“ – das ist die mit Abstand höchste Wertung, die es je gab. Mit dem Rekordergebnis von 387 Punkten holte Rybak den Grand Prix zum dritten Mal nach Oslo. Das bisherige Rekordergebnis – 298 Punkte – erhielt Marija Serifovic aus Serbien 2007 in Helsinki. Auch damals nahmen, wie 2009, 42 Länder teil. Alexander sang und spielte, bis die Geigensaite riss – kein Problem, die Musik kam ja, anders als der Gesang, vom Band und ansonsten stimmte schließlich alles. Das sah man in Europa genau so.  Gratulation.

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technikmoskau102_v-galleryEs war mit rund 42 Millionen Euro der teuerste Song Contest in der Geschichte des Grand Prix. Ein Teil davon ging an den Cirque du Soleil – und der lieferte dafür auf den riesigen Bühnenaufbauten eine kurzweilige und rasante Opening Show inklusive viel Akrobatik und lebender Matroschka-Puppen. Im Trauriger-Clown-Kostüm kam schließlich Vorjahressieger Dima Bilan von der Decke eingeflogen. Neben wunderschönen Frauen die aufgetreten sind und einer eigentlich sehr guten Bühnenshow gab es noch ein Wasserspiel zu sehen, welches sich von der Decke über die Köpfe der Zuschauer absenkte. Eine riesige transparente Plane auf der leicht bekleidete Frauen herum sprangen verzückte die Gäste. Der Spot zwischen den einzelnen Auftritten war sehr gut erstellt und wurde von Miss World 2008 verschönert. Das Verhältnis west- und osteuropäischer Staaten unter den Top Ten war übrigens ausgewogen: West gewann gegen Ost mit 6:4. Dies nur zur Beruhigung derjeniger, die noch immer an eine Verschwörung der Staaten Osteuropas glauben.

Das Finale in der Moskauer Olympia-Halle war dabei eines der aufwendigsten in der Geschichte des ESC. Verantwortlich dafür, dass die Künstler auf der 400-Quadratmeter-Bühne nicht im Dunkeln auftreten mussten, ist die Hamburger Firma Procon. Der Eventveranstalter hat 40 Sattelzüge mit insgesamt 550 Tonnen Material nach Moskau geschickt. Mit dabei 70 Fachleute, die sich vor Ort um Aufbau und Betrieb des High-Tech-Equipments kümmern.

deutschland232_v-galleryAlex Swings Oscar Sings!, der deutsche Beitrag, ging trotz der Hilfe von Dita von Teese im starken Teilnehmerfeld unter. Platz 20 mit 35 Punkten, davon sieben aus Dänemark und Großbritannien und sechs aus Norwegen. „Das Rätsel, wie man zwölf Punkte bekommt, haben wir immer noch nicht gelöst“, erkannte Alex Christensen später selbstkritisch. Beide Musiker gratulierten aber Norwegen: „Ein Supertitel. Der Junge ist 23, er hat den Titel selbst geschrieben, er ist der Harry Potter der Popmusik“, so Alex. „Vielleicht haben wir den Beginn einer großen Karriere gesehen.“ Er und Oscar sind stolz darauf, für Deutschland angetreten zu sein. Sie seien in einem „sensationellen Team“ angetreten. Oscar Loya war in Deutschland noch weitgehend unbekannt. Nach ersten Versuchen im Modedesign und als Stylist folgte er dem Rat seiner Freunde und betrat erstmals eine Bühne. Mit dem Titel „Miss Kiss Kiss Bang“ wollte er zusammen mit seinem Partner Alex das europäische Publikum von seinem Talent überzeugen.

alexander-rybakInterpret: Alexander Rybak
Titel: Fairytale
Format: Single
Label: EMI

Preis: €2.99 – DOWNLOAD

Alex Swings Oscar SingsInterpret: Alex Swings Oscar Sings
Titel: Miss Kiss Kiss Bang
Format: Single
Label: 313 Music (Universal)

Preis: €1.99 – DOWNLOAD