Die globale Wirtschaftskrise bremst deutlich den globalen Absatz von Handys und Smartphones, uns somit wird das Gerangel um die Marktanteile enger. Das Marktforschungsunternehmen Gartner hat neue Zahlen vorgelegt, worin sich die momentanen Gewinner und Verlierer ablesen. Während Nokia weiter Federn lassen muss und der Abwärtstrend bei Motorola und Sony Ericsson anhält, konnten Samsung und Apple ihre Positionen deutlich verbessern. Im ersten Quartal 2009 sind die Verkaufszahlen um 8,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr geschrumpft. Nokia behauptet die Marktführerschaft mit 36,2 Prozent, musste aber einen Rückgang um 2,9 Prozentpunkte hinnehmen. Der Absatz ging im ersten Quartal um 15 Prozent auf 97,4 Millionen Stück zurück. Samsung konnte den zweiten Platz behaupten und seinen Marktanteil auf 19,1 Prozent ausbauen. Die Koreaner verkauften 51,4 Millionen Handys, ein Fünftel mehr als im Vorjahr. Auch der drittplatzierte LG konnte sich weiter verbessern. Motorola, ist im Schlussquartal 2008 noch Fünfter, musste zwar weiteren Schwund verkraften, profitierte aber von der Schwäche Sony Ericssons, das den vierten Platz wieder räumen mussten.


Weltweite Handy-Verkäufe nach Gartner, 1. Quartal 2009

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Weltweite Smartphone-Verkäufe nach Gartner, 1. Quartal 2009

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Der Anteil der Smartphones betrug im ersten Quartal 13,5 Prozent, im Vorjahr waren es noch 11 Prozent. Knapp die Hälfte aller im ersten Quartal verkauften Smartphones hatte laut Gartner ein Symbian-Betriebssystem, im vergangenen Jahr waren es noch knapp 57 Prozent. Das OS von RIM (Blackberry) kommt auf knappe 20 Prozent, gefolgt vom iPhone-OS mit knapp 11 Prozent. Apple hat demnach mit dem iPhone schon einen relativ große Zielgruppe erreicht. Wenn im laufenden Jahr das neue iPhone kommen wird, könnte Apple vielleicht RIM noch übertreffen. Die Zielgruppe von Apple ist zwar eine andere als bei Blackberry, aber das neue iPhone könnte gut aufschließen.