Der Zug ist wohl abgefahren… Notebook-Verbot bei der Bahn

(c) Sascha Neuroth - pixelpiraten.net

Dass das Surfen bei der Bahn ein Umstand ist, der nicht gern gesehen wird, ist ja schon länger hinreichend bekannt. Spätestens seit sich Mitte der 90er Jahre vermehrt Jugendliche an S Bahnen „rangehängt“ haben, um sich mit ihren waghalsigen Mutproben die nötige Dosis an Adrenalinkick zu verschaffen.
Das Surfen jedoch jetzt auch innerhalb des Zuges tabu sein soll, mag für viele neu erscheinen.
Denn die Bahn setzt seit neustem auf ein Notebook-Verbot in Fernzügen.
Kein generelles Notebook-Verbot
Wer nun also am Münchner Hauptbahnhof in einen ICE einsteigt, sich seinen Weg durch Klasse 1 und 2 bahnt.
Der wird feststellen, dass nach wie vor Männer und Frauen im geschniegelten Anzug und mit schlecht sitzender Krawatte hastig auf Ihrem Laptop herumtippen, um die karrieretechnisch überlebenswichtige Präsentation für Ihren Chef noch fertig zu kriegen.
Keine Spur also von Laptop Verbot?
Nun ja, nicht ganz.
Denn das Laptop-Verbot der Bahn bezieht sich lediglich auf das Bord-Bistro.
Notebook-Verbot als Reaktion auf Kundenkritik
Wenn Sie Ihren Laptop aus Wut über das scheinbar sinnfreie Verbot der Deutschen Bahn also noch nicht voreilig aus dem Fenster geworfen haben, dann dürfen Sie ihn getrost in den Zug mitnehmen.
Nur ins Bord-Bistro sollten sie ihn nicht mitschleifen, geschweige denn benutzen. Die Bahn reagiert mit dem Verbot nur auf Beschwerden von Reisenden über die Laptop-Nutzung im Bord-Restaurant.
Es mag das erste Mal sein. Wenn man sich ins Gedächtnis ruft, dass die Bahn schon Kinder wegen angeblich nicht gültiger Fahrkarten bei eisiger Kälte aus dem Zug geschmissen hat und etliche Reisende wegen fehlender Klimatisierung im Sommer den Hitzetod erleiden mussten.
Aber das Verbot hat durchaus seinen Sinn – Die Tippgeräusche soll(t)en nun mal beim Speisen im Bord-Restaurant niemanden stören.

Ähnliche Beiträge

  • Neue Domainendung (.xxx) kommt zum Nikolaus

    Die neue Top-Level-Domain .xxx wird erstmals im Jahr 2011 vergeben. Sie wurde nach einer ersten Ablehnung von der US-amerikanischen Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) beschlossen und soll pornografische Internetangebote umfassen. Die Domainendung ist ein Kompromiss, der zwischen den Anbietern nicht jugendfreier Inhalte aus der Erotik-Branche und konservativen Politikern ausgehandelt wurde. Die Jugendschützer…

  • Weltweiter PC-Absatz sinkt um 6,5 Prozent

    Laut dem Marktforschungsunternehmen Gartner hat die PC-Industrie im ersten Quartal 2009 weltweit 67,2 Millionen Computer verkauft, 6,5 Prozent weniger als im ersten Vierteljahr 2008. Während der Absatz in den USA in diesem Zeitraum nur um 0,3 Prozent sank, verbuchten die Marktforscher für die EMEA-Region mit 10,2 Prozent erstmals einen zweistelligen Rückgang. Zu einem ähnlichen Ergebnis…

  • Die Apple Quartalszahlen – was man wissen muss

    Apple hat am 2. Mai die Quartalszahlen für das zweite Finanzquartal, Januar bis April, bekanntgegeben. Um euch das Durchlesen komplizierter Finanzberichte zu ersparen, hier eine Auflistung dessen, was man wissen sollte. Wie viel hat Apple verkauft? Verkaufsschlager ist immer noch mit Abstand das iPhone. 50,763 Millionen iPhones konnten weltweit im ersten Quartal von 2017 verkauft…

  • Macbook Air, seit 14 Tagen im Einsatz, ein kleines Fazit meinerseits….

    WordPress › Fehler

    Es gab einen kritischen Fehler auf deiner Website.

    Erfahre mehr über die Problembehandlung in WordPress.