Virtual Reality ist wahrgewordenes Science Fiction. Sogar Apple machte VR zu einem Thema seiner vorletzten Keynote – die Technologie ist definitiv angekommen! Doch die ersten Generationen haben speziell im Bereich Auflösung die Brücke in die virtuelle Welt einbrechen lassen, auch wenn der Wow-Effekt mehr als gegeben ist. Dass an neuen Modellen gearbeitet wird, ist kein Geheimnis. Der erste Hersteller welcher den Schritt in die zweite Generation wagt ist aber nicht HTC oder Oculus, sondern Pimax.

Das Problem mit aktuellen VR Headsets

Das Problem, welches die „geringe“ Auflösung der aktuellen VR Headsets verursacht, ist der sogenannte „Screen Door Effect“, zu Deutsch, der Fliegengittereffekt. Da die Augen so nah an einem Bildschirm liegen wie bei sonst keiner anderen Technologie, wirkt der Abstand zwischen den einzelnen Pixeln zwar nicht störend, aber deutlich. Dadurch wird man allerdings immer wieder daran erinnert, dass man sich eigentlich in seinem Wohnzimmer befindet und nicht in einem Raumschiff.

Mehr Pixel sind eine natürliche Entwicklung, aber da 4K Gaming jetzt gerade erst beginnt sich zu etablieren, sind 8K (4K mal zwei) doch ein sehr gewagtes Unterfangen, aber nicht unmöglich, so der kalifornisch-chinesische Hersteller Pimax.

Das 8K VR Headset ist aber keineswegs das erste Projekt von Pimax, eine 4K variante konnte schon erfolgreich ausgeliefert werden.

Was kann das Pimax 8K VR Headset

Das wichtigste zuerst, es ist zu allen gängigen VR Spieleplattformen, also SteamVR, Oculus Home oder PiHome, kompatibel.

Die erwähnte 8K Auflösung setzt sich aus zwei 4K Auflösungen (3840×2160), jeweils eine pro Auge, zusammen. Damit hat man über sechs Mal so viele Pixel zu Verfügung wie bei gängigen VR Headsets.

Das Blickfeld (Field of View (FOV)) beträgt 200 Grad und kommt damit dem des menschlichen Auges (rund 220 Grad horizontal) deutlich näher.

Hier im Vergleich mit den aktuellen Platzhirschen Oculus Rift und HTC Vive (Tabelle erstellt von Pimax):

Pimax HTC Oculus Virtual Reality Headsets Vergleich

Spezifikationen

Pimax 8K Virtual Reality Headsets Daten

Das schafft doch kein Computer!

Das stimmt nur fast, aber leider größtenteils. In naher Zukunft lässt sich diese Aussage aber hoffentlich falsifizieren.

Für die Leute ohne super high-end Rechner kann das 8K Headset Gebrauch von der sogenannten Brainwarp Technologie machen. Dabei werden nicht zwei Bilder (eines pro Auge) parallel angezeigt, sondern sequentiell (abwechselnd). Letzteres passiert 150/ 180 Mal in der Sekunde und es halbiert den grafischen Rechenaufwand.

Tracking kompatibel ist es ebenfalls (SteamVR und PiTracking) und ein SDK für Entwickler ist auch schon verfügbar. Eigene Projekte sind im Design des Heasets sogar auch vorgesehen. Anbieten würde sich zum Beispiel eine Implementierung von Eye-Tracking.

Ob das Headset wirklich die Aufregung Wert ist, wird sich erst im Januar nächsten Jahres zeigen, wenn die ersten Einheiten bei Usern eintreffen. Namhafte Partner konnte Pimax auf jeden Fall schon für sich gewinnen.

Pimax Partner

Wer ein 8K Headset haben möchte, kann aktuell für 499 US-Dollar auf Kickstarter ein solches bestellen. Wer weniger Geld ausgeben will, greift zum 5K Headset mit gleichen Funktionalitäten, aber geringerer Auflösung.

Ob es tatsächlich halten kann, was es verspricht, werden nur die ersten hands-on berichte zeigen. Wie immer bei Kickstarter, erstmal skeptisch bleiben.

Wie sind eure Erfahrungen mit Virtual Reality?

Bilder: Hersteller