Es klingt verrückt, aber so abwegig ist der Gedanke wohl gar nicht. Denn das US-Patentamt hat kürzlich einen Apple Patentantrag vom 28.9.2018 veröffentlich, der eine Art “e-Nose” (eine elektronische Nase) beschreibt, welche in mobilen Kommunikationsgeräten zum Einsatz kommen könnte.

Und so soll es funktionieren

Der Patentantrag ist natürlich nicht nur ein Einzeiler, sondern offenbart Apples Vorstellung einer e-Nose durchaus gründlich.

Demnach sollen Flüssigkeitssensoren, Elektroden und eine Signalverarbeitungsschaltung in zum Besipiel einem iPhone oder einer Apple Watch verbaut werden, um den Geruch von bestimmten Teilchen in der Umgebung wahrnehmen zu können. Dazu soll die Signalverarbeitungsschaltung über eine künstliche Intelligenz verfügen, welche mittels Mustererkennung (pattern matching) die Messdaten zurdnone soll.

Apple motiviert die Idee in seinem Antrag dadurch, dass heutige mobile Endgeräte schon über eine Vielzahl an Sensoren verfügen, um zum Beispiel Fotos zu schießen, den Blutdruck zu messen oder sogar ein EKG anzufertigen, aber ein Sensor zum Riechen blieb bis jetzt immer außen vor.

Dabei ist die Technologie an sich gar nicht neu, aber der Formfaktor, also als Teil eines Smartphones oder einer Smartwatch, hat es so noch nicht gegeben.

Und warum sollte mein Handy jetzt riechen können?

Apple schildert in seinem Antrag sogar schon konkrete Ideen, warum man eine e-Nose brauchen könnte.

Ein großer Anwendungsbereich wäre laut Apple zum Beispiel Gesundheit. Eine e-Nose könnte zum Beispiel feststellen ob die Luft in der Umgebung zu hohe schädliche Anteile an Kohlenstoffmonoxid oder Gas besitzt und den User entsprechend darauf aufmerksam machen.

Außerdem könnte die e-Nose die Zusammensetzung von Schweiß messen, um so Rückschlüsse auf den Bluckzuckerspiegel ziehen zu können.

Dass solche Sensoren im Consumer-Bereich auf jeden Fall eine Daseinsberechtigung haben, hat Apple jüngst erst mti der Apple Watch und der EKG App gezeigt.

Und trotzdem

Patentanträge sind immer eine aufregende Sache, schaffen es dann aber doch seltener als man denkt in die Serienreife. Oft sollen sie lediglich nur, aus Prinzip, der Konkurrenz die Munition wegnehmen. Das könnte natürlich auch hier der Fall sein, weshalb ein skeptischer Blick immer angebracht ist.

Auf der anderen Seite wäre ein Geruchssensor angesichts Apples Bemühungen im Medtech-Bereich bestimmt eine gute und sinnvolle Ergänzung für das Prdouktportfolio, wenn man sich nach oben genannten Beispielen richtet. Also, man darf skeptisch gespannt bleiben.

Wer sich für den tatsächlichen Patentantrag und die Details interessiert, kann diesen hier einsehen.