ProtonMail hat einen wichtigen Schritt getan, um seine Vision zu verwirklichen; Dank der ProtonMail Bridge kann der Dienst nun auch mit den bekanntesten und etablierten E-Mail Clients Mozilla Thunderbird, Apple Mail und Microsoft Outlook verwendet werden. Damit wird das Senden von verschlüsselten und sicheren E-Mails via Proton so einfach wie noch nie.

Wer ist denn überhaupt ProtonMail?

Sinn und Zweck von ProtonMail ist es die Freiheit im Internet und speziell die Freiheit im Bezug auf E-Mails für jeden durch Bereitstellen eines entsprechenden Dienstes zu wahren – ProtonMail.

Dass man das Zeug dazu hat, zeigt schon ein kurzer Blick auf das Team. Doktortitel, Abschlüsse an den renommiertesten Unis der Welt und viele der Schlüsselperson haben ihre beruflichen Hintergründe im CERN. Folglich liegt der Hauptsitz auch in der Schweiz.

ProtonMail geht selbstverständlich ganz offen mit den Verfahren um welche es implementiert, um maximale Transparenz zu garantieren. Zum Beispiel können Nachrichten nur von Absender und Empfänger ver- und entschlüsselt werden (end-to-end encryption). Auf allen Zwischenstationen, das heißt auch auf den Proton Servern, sind die Nachrichten unlesbar.

Im Gegenzug bedeutet das zum Beispiel auch, dass das Passwort der einzige Zugang zum Mail Account ist. Vergisst man es sind auch ProtonMail die Hände gebunden.

Des Weiteren werden ausschließlich Open Source Verschlüsselungsverfahren verwendet und damit eventuelle Backdoors völlig eliminiert.

Auch die ProtonMail Server sind durch mehrere Eben aus Passwörtern und Verschlüsselungen gesichert und befinden sich, weil das noch nicht genug war, in einem Bunker-artigem Rechenzentrum tief unter der schweizer Erde. Dort wären sie durch sehr strenge Bewachung und der entsprechende Bauweise des Zentrums sogar vor einer Atombombe sicher.

Was ist jetzt mit dieser Bridge?

Der Knackpunkt bis jetzt war immer, dass die Benutzung von ProtonMail eine verhältnismäßig große Umstellung von Nutzer verlangte und somit für viele aus Gründen der Bequemlichkeit keine Option war.

Die ProtonMail Bridge ermöglicht nun auch eine vollständig verschlüsselte Übertragung von E-Mails trotz der Benutzung von besagten Mail Klienten. Die folgende Grafik verdeutlicht die Funktionsweise.

ProtonMail Bridge Funktionsweise

Kurz, Mails werden nur lokal unverschlüsselt übertragen, also vom E-Mail Client zur Bridge, und gehen anschließend den normalen ProtonMail weg.

macOS und Windows werden aktuell unterstützt, im Laufe des nächsten Jahres auch Linux. Und wer nun der Bridge nicht traut, kann sich, sobald die Dokumentation fertiggestellt wurde, deren Source Code herunterladen, diesen nachvollziehen und anschließend das Programm selbst Kompilieren, um ProtonMail völlig aus der Rechnung zu eliminieren.

Mit eingeschränkten Features kann man den Dienst auch kostenlos benutzen. Möchte man zum Beispiel mehr Speicher, beginnen die Abonnements ab 4.00€ im Monat. Hier gibt es mehr Infos.

Ist euch die Sicherheit eurer E-Mails wichtig?

Bilder: Hersteller