In vielen Bereichen der Mac Computer ist Apple konstant am Arbeiten. Ein iMac Pro kommt bald, der neue Mac Pro soll nächstes Jahr auch vorgestellt werden, MacBooks sind mittlerweile in zahlreichen Varianten erhältlich… Doch was ist eigentlich mit dem Mac Mini?

Die Geschichte des „Kraftpakets“

Die Wurzeln des Mac Mini gehen zurück bis 2005. Steve Jobs und Apple hatten zur Macworld eingeladen und stellten neben dem iPod Shuffle dann auch den ersten Mac Mini vor.

Seitdem sind 8 Consumer und 4 Server Generationen erschienen. Die erste Generation, der Mac Mini G4, setzte noch auf PowerPC G4 Prozessoren, welche zwar älter, aber dafür bewährt waren. Nachdem deren Produktion 2005 aber eingestellt wurde, bediente sich die zweite Generation des Mac Minis im Frühjahr 2006 schon an Intel x86 CPUs.

Das brachte den Mac Mini technisch mehr auf den Stand der Dinge und macht ihn zum Teil auch heute noch relevant. Denn Prozessoren der x86 Familie werden nach wie vor eingesetzt.

Mit an Bord der 2. Generation war auch ein Infrarotempfänger, welche ein Steuern per Fernbedienung ermöglichte. Ein weiterer Schritt in Richtung Home-Theater PC.

Die technischen Neuerungen und Upgrades über die nächsten Generationen hielten keine Überraschungen bereit und sind eher als natürlicher Fortschritt zu bezeichnen.

Ab 2009 gesellte sich auch der Mac Mini Server zum Line-Up hinzu. Technisch gab es aber kaum bis gar keine Unterschiede.

In der ersten Servergeneration hatte man zum Beispiel anstelle des Laufwerks eine zweite Festplatte zur Verfügung und Mac OS X Server war ab Werk vorinstalliert.

Ende 2012 kam das Server Projekt dann auch schon wieder zum Ende.

Mac Mini G4

Der Mac Mini G4 (Die 1. Generation)

Was ist der Mac Mini eigentlich?

Auf den ersten Blick ist das eigentlich klar: Kompakter Formfaktor, macOS, billigster Mac => Einsteigercomputer, so ähnlich hatte es Steve Jobs zumindest verkauft. Und auch heute wird der Mac Mini von Apple noch als Computer beschrieben, den „sich jeder leisten kann“.

Aber tatsächlich war der Mac Mini gar nicht so billig. Bis zu den letzten Generationen musste man noch enorme Leistungseinbußen im Vergleich zu anderen Desktop Computern in Kauf nehmen.  Mit den aktuellen Generation war dann auch in Sachen Erweiterbarkeit Schluss.

Dazu kommt noch Apples eher kontroverse Preispolitik für werkseitige Upgrades und schon kann der Mac Mini auch gut über 800€ kosten.

Das ist ziemlich viel Geld für ein Einsteigerprodukt. Da kratzt man schon fast am MacBook Preisbereich und ein MacBook kann man sowohl zuhause als auch unterwegs verwenden.

Sieht man nun nur einen Verwendungszweck als HTPC, NAS oder ähnliches vor wird der Preisunterschied zur Konkurrenz noch extremer.

Aber dafür ist der Formfaktor mehr oder weniger einmalig und man hat macOS, was schließlich und endlich für viele ein entscheidendes Kriterium ist.

Dennoch bekam eines von Steve Jobs‘ liebsten Produkten selbst in seinen besten Zeiten nie das Rampenlicht, dass es eigentlich verdiente.

Tatsache ist aber, dass der Mac Mini seit 2014 kein neues Modell mehr erhalten hat. Als Folge dessen wird der Begriff „Kraftpaket“ immer unpassender und aufgrund der immer noch relativ hohen Gebrauchtpreise der Mac Mini leider immer weniger zu einer vernünftigen Option. Die Hoffnung besteht aber, dass Apple das 2018 wieder ändern wird. Schließlich ist der Mac Mini noch nicht von der Apple Website verschwunden.

Wäre für euch ein aktueller Mac Mini eine Option?