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Verizon übernimmt Yahoo – das Ende einer Ära

Yahoo hatte es in den letzten Jahren nicht leicht. Schlechte Presse und der unerbittliche Erfolg von Alphabet mit Google machten ein Überleben, geschweige denn Wachstum immer schwieriger. Letztes Jahr wurde dann die Übernahme durch den amerikanischen Mobilfunk-Giganten Verizon bekannt gegeben, welche jetzt final ist, wie Bloomberg berichtet.

Was ist denn Yahoo noch wert?

Trotz der schlechten Presse handelt es sich bei Yahoo immer noch um ein multi-Milliarden Dollar Unternehmen, dessen Dienste von mehreren hundert-Millionen Leuten in Anspruch genommen werden. Oft vergisst man nämlich, dass Yahoo, wie Google auch, mehr als nur eine Suchmaschine ist. So gehören zum Beispiel das Schalten von Werbung, Yahoo Mail und diverse Yahoo News Portale ebenso zum Geschäft wie Tumblr oder Flickr.

Folglich war die Übernahme von Yahoo nicht ganz billig. 4.5 Milliarden US Dollar wurden seitens Verizon fällig. Ursprünglich sollte es sogar noch mehr sein, aber durch die diesjährige Bekanntgabe eines massiven Sicherheitsskandals wurde der Preis nach unten angepasst.

Was passiert jetzt mit Yahoo?

Yahoo wird zusammen mit anderen Internet Portalen wie AOL, welches sich schon im Besitz von Verizon befindet, TechCrunch und der Huffington Post, beide im Besitz von AOL, zu einer Gesellschaft namens Oath (Englisch für „Eid“) verschmelzen. Tim Armstrong, der bisherige Chief Executive Officer (CEO) von AOL, wird zukünftig die Zügel für Oath in die Hand nehmen.

Die Überbleibsel des nicht von Verizon übernommenen Yahoos in Form von Anteilen an der chinesischen Alibaba Holding Group (15%), Yahoo Japan (35%), Patenten und kleineren Anteilen und Investitionen, werden zu Altaba Inc.

Und was passiert mit den Mitarbeitern?

Viele werden natürlich übernommen, aber wie manchen Quellen berichten, werden womöglich mehrere Tausend Stellen abgebaut. Dabei handelt es sich aber um keine offiziell bestätigen Informationen und leider auch keine wirkliche Überraschung. Ganz offiziell hingegen ist der Rücktritt von Yahoos CEO Marissa Mayer. Diese kann sich dabei sogar über eine Abfindung und Aktien, beides mit Werten im sieben- bis achtstelligen Bereich, freuen.

Warum das Ende einer Ära?

Wenngleich Yahoo mittlerweile nicht mehr annähernd einen Vergleich zu Google darstellt, so waren seine jüngeren Tage doch von sehr großem Erfolg gekrönt. Deshalb ist auch heute der Name „Yahoo“ noch fast jedem ein Begriff.

Mit der Übernahme findet Yahoos Weg der Eigenständigkeit ein jähes Ende, was ich persönlich einfach ein wenig schade finde.

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