Kolumne: Ein paar Worte zum Apple Pencil

By Paul

Dez 16, 2018

Dieses Thema besitzt so direkt keine aktuelle Relevanz, denn hier soll es nicht um den kürzlich vorgestellten Apple Pencil 2 gehen, sondern um dessen Vorgänger. Warum also ein altes Thema aufgreifen? Dafür gibt es ein paar Gründe:

Persönliche Erwartungen

Einmal vorweg, dies ist kein Testbericht o.ä. sondern lediglich eine Erläuterung meiner persönlichen Erfahrungen mit dem Apple Pencil.

Da es hier also nur um meine persönlichen Erfahrungen gehen soll, werde ich hier zuerst meine persönlichen Erwartungen an einen/ den Stift für das iPad auflisten. Diese sind gar nicht so hoch, denn eigentlich soll er nur funktionieren und einem so wenig Probleme wie möglich bereiten. Konkret, lange Akkulaufzeit, keine unnötigen Einstellungen, keine Verbindungsabbrüche – einfach unkompliziert sein.

Zuerst, positives

Der Pencil macht was er soll. Zum Schreiben und Annotieren von Dokumenten, meine Zwecke, ist der Pencil ideal. Er fühlt sich eben wie ein echter Stift oder zumindest kommt er nahe genug an dieses Gefühl heran.

So weit so gut. Doch leider gibt es auch negatives zu berichten. Zuerst einmal die Akkulaufzeit. Diese mag mit 12 Stunden auf den ersten Blick relativ lange klingen, aber im allerbesten Fall ist das nicht mehr als zwei iPad Ladungen. Ergo, der Stift muss an den Strom, und das am besten täglich.

Dafür gibt es dann folgende Möglichkeiten

a) Man lädt den Pencil direkt am Lightning-Port des iPads. Innerhalb von 15 Sekunden ist der Pencil 30 Minuten ausdauernder – mehr als fair – aber was, wenn man mehr Laufzeit braucht? Man muss länger warten, logisch, und in der Zwischenzeit mit einem fast doppelt so langen iPad (der Stift steht Kerzengerade vom iPad ab) und einer losen Magnetkappe zurechtkommen. Klar, es gibt schlimmeres, aber dennoch wirkt es eher unnötig umständlich.

b) Aber es gibt ja auch noch eine zweite Möglichkeit, Laden via Lightning-Kabel. Dafür benötigt, Netzteil oder Powerbank, Lightning-Kabel, Adapter und ein Ort um die Magnetkappe des Pencils aufzubewahren. Wenn man all das nun unterwegs parat haben will, kann das in so etwas resultieren.

Apple Pencil in Etui

Eine Tasche für den Stift (und einer Powerbank, diese habe ich aber sowieso dabei, weshalb sie nicht wirklich zählt).

Nimmt man den Stift dann nach einiger Zeit mal aus der Tasche, können sich nach meiner Erfahrung zwei Probleme ergeben. Entweder der Ladestand geht gegen Null oder der Stift verbindet sich nicht mit dem iPad. Letzteres löst man durch Einstecken in das iPad und kurzes Warten. Kein Beinbruch, aber sein muss es eigentlich nicht.

Noch ein neutraler Punkt, der Stift unterstützt keine Gesten. Und gemeint sind nicht komplexe 7-Finger Konstrukte, sonder zum Beispiel das einfache Herunterziehen des Control Centres.

Auch besitzt der Apple Pencil keine Knöpfe oder andere besondere Funktionen abseits des Schreibens. Für mich kein Problem, aber beim Nachfolger und der Konkurrenz gegeben.

Warum dann nicht einfach auf den Nachfolger umsteigen?

Das wäre eine sehr valide Option, wenn der aktuelle Apple Pencil denn mit älteren iPads kompatibel wäre. Das ist er aber, verständlicherweise, nicht zuletzt auch wegen des USB-C Anschlusses nicht. Umgekehrt gilt dies Übrigens auch.

Warum also das Ganze?

Alle angeführten Punkte sind keine K.O. Kriterien und eigentlich auch keine großen Probleme, aber sie machen etwas kompliziert das eigentlich gar nicht kompliziert sein sollte – ganz speziell im Fall Apple. Schaut man sich nun den Preis und auch die Konkurrenz an, so kommt man einfach nicht umher sich zu fragen warum Apple diesen Weg gegangen ist und ob man es nicht hätte besser lösen können?

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