Wie kann etwas das eigentlich so simpel ist so kompliziert sein? Kann es nichtes fehlt wie so oft nur an den richtigen Informationen. Ein Beispiel sind die verschiedenen USB Schnittstelen: Die Einführung von USB Type C hat vieles durcheinandergebracht. Deshalb hier eine Erklärung der ganzen USB Begriffe.

Die verschiedenen Stecker

Bevor es ans Eingemachte geht, ein Überblick über die verschiedenen USB Stecker. Es gibt nämlich nicht nur einen.

Neben dem allseits bekannten USB Typ A Stecker, der rechteckige, gibt es noch Micro A, Typ B, Typ B Micro, Typ B Mini und seit relativ kurzer Zeit auch Typ C. Die Stecker A, B und Micro B sind jeweils noch in USB 3.0 Varianten erhältlich, gut erkennbar an der blauen Farbe. (siehe Bild)

Der Typ C Stecker ist dabei der einzige welche in beide Richtungen passt, was für den alltäglichen Gebrauch doch nicht ganz unerheblich ist.

Die Nummern

USB, Abkürzung für Universal Serial Bus, beschreibt erst mal nicht ein Kabel, nicht einen Stecker, sondern nur die Art und Weise wie diese beschaffen sind, also einen Standard.

Die erste offizielle Version dieses Standards erschien im Jahr 1996 und war ein gemeinsames Projeckt von Compaq, DEC, IBM, Intel, Microsoft, NEZ und Nortel. Die Firmen hatten es sich zum Ziel gesetzt einen Industriestandard für Kabel zur Verbindung externer Geräte mit Computern zu etablieren und so der Armada an proprietären Steckern den Kampf anzusagen.

Tatsächlich gelang ihnen dies aber erst mit USB 1.1, welches ein Jahr später herauskam und erstmalig bei Apples iMac Verwendung fand.

USB 2.0, veröffentlicht im Jahr 2000, ist bis heute der am weitesten verbreitete USB Standard, obwohl er Keineswegs die schnellsten Übertragungsraten bietet.

Das darauffolgende USB 3.0 ist mit einer Datenrate von 300 MB/s nämlich 7.5-mal so schnell wie USB 2.0. USB 3.1 setzt sogar noch einen drauf und verdreifacht die Geschwindigkeit von USB 3.0.

USB 3.1 wird nochmal zusätzlich in Generationen unterteilt: USB 3.0 entspricht 3.1 Gen 1, 3.1 USB 3.1 Gen 2 und USB 3.2 USB 3.1 Gen 3. USB 3.2 ist schon bekannt, aber noch nicht auf dem Markt. Es soll die Geschwindigkeit der zweiten Generation noch einmal deutlich anheben.

Besonders interessant ist, dass durch den erheblichen Geschwindkeitsboost von USB 3.1 (Gen 2) erstmalig der DisplayPort Standard unterstützt werden und so ein 3840 x 2160 Pixel großes Bild mit 60 Hz übertragen werden kann. Auch Power Delivery mit bis zu 100 Watt Leistung (USB 2.0 mal 20) ist möglich. Damit können dann zum Beispiel Laptops aufgeladen werden.

Diese Standards sind aber mehr oder weniger unabhängig vom Steckertyp.

TL;DR

Die Nummern (1.0, 2.0, 3.0, 3.1, 3.2) beziehen sich auf die Leistung während Die Buchstaben (A, B, C) den Steckertyp kategorisieren. Nur weil USB Typ C draufsteht, heißt das nicht, dass man tatsächlich schnelle Datenraten bekommt. Dafür muss man immer auf die im Kleineren vermerkten Zertifizierungen achten. Mehr Infos gibt es hier.

Benutzt ihr schon USB 3.0 oder 3.1 auf einer regelmäßigen Basis?