Steve Jobs und Apple, diese zwei Begriffe passen zusammen. Für viele ist der Technik-Riese aus Cupertino auch die einzige Firma mit welcher sie Steve Jobs assoziieren. Aber neben NeXT Computer war Jobs auch noch für den Erfolg einer anderen Firma in seiner Zeit ohne Apple verantwortlich – Pixar.

Von Lucasfilm über Computer bis hin zu Disney

Es war 1974 am New York Institute of Technology als sich einige findige Köpfe zusammenrotteten, um als Computer Graphics Lab den ersten computeranimierten Film zu kreieren. Schnell merkte man, dass mehr Ressourcen von Nöten waren und glücklicherweise war George Lucas bereit diese zu stellen und so wurde man eine eigene Sparte von Lucasfilm.

Da ein Unterfangen in Form eines vollständig computeranimierten Films noch nie umgesetzt worden war, musste man sich selbst die Basis dafür schaffen und man begann eine Animationssoftware zu entwickeln.

Als die Einnahmen durch Star Wars plötzlich einen Einbruch erfuhren, fürchtete man beim noch-nicht-Pixar um seinen Job. Um die Idee oder besser gesagt Vision am Leben zu halten, gründete man eine eigene Firma. Das tat man aber nicht mit dem primären Ziel ein Animationsstudio zu sein, sondern ein Hardwarehersteller. Das Hauptprodukt war der Pixar Image Computer.

Um das ganze Projekt aber ins Rollen zu bringen, bedurfte es natürlich Investoren und diese waren schwer zu finden. Bis auf einen – Steve Jobs. Jobs begann mit fünf Millionen US-Dollar, dabei sollte es aber nicht bleiben.

Bei dem nun mit seinem finalen Namen getauften Studio entwickelte man weiter an der Animationssoftware RenderMan, heute noch im Einsatz, und der eigenen Hardware. Die Animationsfilme, welche unter Leitung von John Lasseter, einer der Schlüsselfiguren bei Pixar, entstanden dienten lediglich zu Demonstrationszwecken.

Gewinnen konnten aber nicht erzielt werden. Jobs kaufte über die Jahre dennoch immer mehr Anteile, bis er schließlich den Großteil des Studios innehatte. Die Hardwaresparte wurde dann 1990 verkauft und RenderMan wurde für Windows und Macintosh Computer veröffentlicht. Trotzdem, Verluste.

Es war während der Entwicklung von Pixars erstem großen Film Toy Story als Jobs ernsthaft überlegte Pixar zu verkaufen. Positives Feedback und viel Überzeugung hielten ihn aber davon ab. Toy Story wurde zum Hit, Jobs zum CEO und Pixar über die nächsten Jahre zu einer Ikone welche quasi keine schlechten Filme produzierte.

2006 wurde nach langem Hin und Her Pixar für über 7 Milliarden US-Dollar an Disney verkauft.

Jobs’ Rolle bei Pixar war weniger von kreativem Input geprägt, aber dafür war er die Person welche an Pixar glaubte, die Firma unterstützte und vor allem motivierte. Für den inhaltlichen Erfolg seien vor allem John Lasseter und später auch der Pixar Braintrust zu nennen.

Wer sich weiter für Pixars Geschichte interessiert und tiefer Einblicke gewinnen möchte, dem sei das Buch Creativity Inc. empfohlen, geschrieben von Ed Catmull, Pixars aktuelle Führungskraft und Schlüsselfigur in der Geschichte von Pixar.

Was ist euer liebster Pixar Film?