Wer ein an das Internet angebundenes Gerät benutz, ganz egal von welchem Hersteller, der erzeugt Daten – das muss nicht zwingend bewusst geschehen. Apple Geräte bilden hier keine Ausnahme. Apple selbst ist aber laut eigener Aussage sehr bemüht um die Privatsphäre seiner Kunden und erklärt nun wie versucht wird die Daten seiner Nutzer möglichst privat zu halten.

Daten von Haus aus verschlüsselt

Es wird viele überraschen, dass der Speicher des iPhones „encrypted“, verschlüsselt, ist. Dies geschieht ganz Apple typisch ohne, dass der Nutzer davon etwas mitbekommt oder dass es den Gebrauch beeinträchtigt.

Somit liegen die Daten nicht in ihrer tatsächlichen lesbaren Form auf dem Speicher des iPhones, sondern bilden nur einen wirren Buchstaben- und Zahlensalat, den nur das iPhone entschlüsseln kann.

Um den Zugang zum iPhone einzuschränken, gibt es die Möglichkeit eines sechs-stelligen Zahlencodes, eines beliebig wählbaren Codes, TouchID (Fingerabdruck) und in Zukunft auch FaceID (Gesichtserkennung).

Zwei-Faktor Authentifizierung ist nicht nur verfügbar, sondern lässt sich bei einem Mac sogar mit einer Apple Watch bestätigen.

Der iMessage und FaceTime Datenverkehr ist auch verschlüsselt, genau wie die Daten in der iCloud.

Transparenz bei Daten(sammlung)

Mit der Apple Watch oder dem iPhone erhält die Technik Einblicke in einen ganz neuen Bereich – die persönliche Gesundheit. Apple macht deshalb die Einhaltung besondere Datenschutzrichtlinien für HealthKit Apps verpflichtend. Möchte man die Daten nicht mehr speichern, kann man einfach die Datensammlung abschalten und alle (verschlüsselten) Daten werden gelöscht.

Datensammlung ist wie bei jedem großen Konzern auch bei Apple ein Thema. Diese ist aber optional und wird auf Basis der sogenannten Differential Privacy durchgeführt. Erst die Daten aller Nutzer ergeben zusammen ein Bild und nicht die Daten eines einzelnen Nutzers. So erfährt Apple etwas über die Gewohnheiten seiner Nutzer, aber nicht über die eines einzelnen.

Alle Daten die zur Verbesserung des persönlichen Erlebnisses mit Apps wie Apple Music oder Siri gesammelt werden, werden auch nicht mit der Apple ID verknüpft, so Apple.

Gibt Apple Daten heraus?

In manchen Fällen, ja. Apple erhält viele Anfragen von seinen Nutzern über Behörden und Kreditinstitute bis zu Geheimdiensten. Alle werden im Einzelfall geprüft und Kategorien zugeordnet.

Dabei gilt immer, egal wer fragt, die Antwort beschränkt sich auf ein Minimum und findet auch nur im Rahmen des Gesetztes statt.

Es gibt sogar ein spezielles Notfallteam, welches rund um die Uhr für die Fälle zuständig ist, welche ein Leben gefährden oder schwere Verletzungen verursachen könnten.

Zusätzlich betont Apple keine Hintertüren oder versteckte Zugriffe in seine Produkte einzubauen. Halbjährliche Transparenzberichte werden auch veröffentlicht.

Solltet ihr mehr zu dem Thema wissen wollen, könnt ihr direkt bei Apple mehr Informationen zum Schutz eurer Privatsphäre einsehen.

Benutzt ihr einen sechs-stelligen, einen beliebig gewählten Code oder TouchID bei eurem iPhone/ iPad?